Gewitter am Berg- Bergrettung : Wie wichtig es ist, auf das Wetter zu achten, natürlich das eigene Können richtig einzuschätzen und sich auch bewusst zu machen, was die Bergretter riskieren... U.a. finde ich, man sollte mal wissen, wie so eine Rettung abläuft...
Nachdem ich gestern offiziell meine Wanderung zum Roßschopf und Kasberg Gipfel wegen zu hoher Lawinengefahr absagen musste haben wir uns einfach privat zusammen gesprochen und gönnten uns eine Ladung Sonne pur auf der Steyrerhütte.
Ein perfekter Bergtag wie er im Buche steht und es hätte nicht besser sein können. Zwischen alt Bekannten durfte ich auch neue Gesichter kennenlernen. Es wurde gelacht, gegessen und die Sonnenstrahlen genossen ☀️☀️☀️☀️.
Die 2 Gipfel Wanderung wird auf Frühling verschoben und dann gibt's vielleicht noch als Draufgabe einen Sonnenaufgangs Tour...wer weiß wer weiß, was mir manchmal so einfällt 😉☀️☀️☀️.
Auf alle Fälle bedanke ich mich bei meiner Gruppe gestern für den wunderschönen Bergtag bei mir Zuhause in Klaus an der Phyrnbahn.
Perchtoldsdorfer Heide - endlich die ersten Kuhschellen gesehen 🤩
Hallo zusammen,
heute durfte ich eine wunderbare Begehung des westlichen Rückens des Strahlkopfs bei Hohenems erleben – und diesmal hat mir die Nässe keinen Strich durch die Rechnung gemacht.
Ab der Luchsfalle begrüßten mich die ersten Sonnenstrahlen, und ich konnte richtig „ins Gemüse langen“. Ein herrliches Gefühl! Das Steigen in diesem Gelände hat mir unglaublich gut gefallen, auch wenn man aufmerksam bleiben muss. Nicht jeder Felsblock ist vertrauenswürdig – manche Brocken mit dem ein- bis zweifachen meines Körpergewichts stehen so locker, dass schon wenige Kilo Belastung sie ins Rutschen bringen. Besonders heikel ist das, wenn man von unten nach oben klettert und Griffe testet.
Auch das Schrofenwändle beim Strahlkopf hab ich erklettert – eine spannende Herausforderung. Mein erster Versuch führte direkt über die Wand; eine Verschneidung in der Mitte bot sich an und fühlte sich nach einem soliden IIIer an. Doch ein widerspenstiger Ast blockierte im oberen Bereich den Weiterweg, also musste ich wieder zur Wandmitte absteigen und probierte es weiter rechts. Dort war der Fels jedoch spärlicher und das Gelände deutlich heikler. Ein glatter, etwa zwei Meter hoher Block hätte rohe Armkraft verlangt – und wies mich unmissverständlich ab. Fehler verzeiht dieses Gelände kaum.
Dieser blöde Ast.
Also wagte ich einen dritten Versuch und querte durchs Steilgelände bis hinaus zur äußeren Kante, an der das Gelände nach Norden abbricht – und dort fand ich schließlich meinen Durchstieg. Ironischerweise hatte ich diese Variante zuerst ausgeschlossen, weil sie brüchig ist und besonders exponiert wirkte. Einfach war sie nicht, aber anders schwierig und für mich besser machbar. Kleinere Körpergrößen sind hier klar im Vorteil, denn man muss sich unter einem abgerutschten Stamm hindurchzwängen.
Ich pausierte noch kurz auf einem kleinen Absatz – eng, aber für einen zweiten Menschen hätte es gerade noch gereicht.
Auf jeden Fall warten dort 30–40 spannende Höhenmeter, und garantiert kein Gehgelände. Das Suchen nach einer geeigneten Möglichkeit zum Weiterkommen hat mir richtig Freude bereitet.
Zum Abschluss hab ich noch den Wandabbruch beim Abzweig Fluhereck mitgenommen. Eigentlich wollte ich einen weglosen Übergang zum Löwenzähne-Sattel erkunden, und dieser lag auf dem Weg. Leider wurde es am Nachmittag zunehmend dunstig, und nach 15 Uhr zog Nebel auf – also hab ich dieses Vorhaben verworfen.
Ich fand den heutigen Tag trotzdem ziemlich lässig.
Liebe Grüße
War gestern kurz in den Bergen unterwegs - kleine, aber richtig schöne Runde 🙂
Schon komplett schneefrei und perfekte Bedingungen. ☀️
Wenn das Wetter so bleibt, bin ich die nächsten Tage sicher wieder draußen. ☀️😃🙏
Klingt nach einem perfekten Bergtag! ☀️😍
Schneefrei und gute Bedingungen – besser geht’s ja kaum.
Genieß es richtig, wenn das Wetter so bleibt! Die Berge rufen offenbar schon wieder nach uns 😉⛰️
Aktuelle Touren-/Schneelage Rote Flüh, Gimpel, Gimpelkar - Tannheimer Tal
Bei dem heutig tollen Tag verschlug es mich ins Tannheimer Tal, mit dem Ziel, über den Normalweg auf den Gimpel zu kraxeln.
Bis zum Gimpelhaus war die Wegbeschaffenheit problemlos zu laufen. Kurzdrauf überzog sich der Weg mit den ersten Lawinenabgängen die sich sehr gut überqueren ließen. Die Schneemenge nahm von Schritt zu Schritt zu, so dass man sehr oft knietief im Schnee versank. Angekommen am Gimpelkar verließ mich der Mut in einsamer Gegend das Kar zu durchqueren, nachdem ich bei den ersten Versuchen nun oberschenkeltief versank.
Somit brach ich ab und suchte mir den nächstmöglichen Kletterfelsen. Doch auch hier waren die ersten drei vier Meter noch zu bewältigen, denn die wahrscheinlichen Trittflächen waren von Schnee überzogen. Ein Schritt auf eine eventuell mögliche Trittfläche war mir etwas zu riskant und so beschloss ich, den Rückweg zum Gimpelhaus und den tollen sonnigen Tag mit einem Sonnenbad ausklingen zu lassen.
Etwas traurig warf ich schnell noch einen Blick in Richtung Gimpel und sah, wie sich da auf allen Vieren zwei Personen durch die Schneemassen kämpften. Kurzentschlossen sagte ich mir, ok du wärst also nicht allein unterwegs und machte mich auf die Verfolgung. Mal schauen was die beiden vor haben.
Der Weg durch das Kar war sehr kräftezehren. Mit jedem Schritt versank man knietief und gefühlt bei jedem zehnten bis zum Oberschenkel. Egal, ich wollte da durch. Rückblickend verfolgte mich nun auch noch ein Schneeschuhgänger. Am Einstieg der Rote Flüh trafen wir vier aufeinander und beschlossen den Gipfel der Flüh gemeinsam anzugehen. Ach ja, der Einstieg der Rinne zum Gimpel ist momentan nicht machbar, denn die Menge an Schnee lässt keinen Aufstieg zu, insofern man nicht das Wagnis eines Fehltritts mit anschließender Rutschpartie über 500m eingehen mag. Der Einstieg der Flüh ist aktuell sehr vereist, doch durch die Seilsicherung kann man sich gut raufziehen. Weiter ging es dann senkrecht rauf durch eisig harten Schnee, resultierend aus Höhenlage und damit kalten Temperaturen im schattigen Bereich, bei dem wir uns mit Grödeln die Tritte einarbeiten mussten. Einen Pickel hatte leider niemand dabei. Dennoch harmonisierte unser Team diesbezüglich sehr gut, was sich beim Abstieg feststellen ließ. Den Gipfel haben wir leider nicht ganz erreicht, da der letzte Teil sehr steil wurde sowie wieder sonnige Abschnitte den Schnee weich machten. Gefühlt lagen da oben so an die 2m Schnee die nun hoffentlich bald wieder weg sind.
Wieder glücklich und gesund am Einstig angekommen waren wir gemeinsam auf uns stolz was wir dennoch erreichen konnten.
Nun ja, zwecks Gimpel muss ich nun doch nochmal wiederkommen und vielleicht kann man an dem Tag die Köllenspitze gleich noch mitnehmen. Auch ein toller Berg mit schöner Kraxelei. Aktuell ist der Zugang durchs Kar absolut nicht "gespurt". Außer man wählt den Pfad der Gämsen.
VG Ronny
Schöner Bericht und tolle Bilder 👍
Guat, wenn de Knia wackeln🤣, dann bleibt’s in Erinnerung – und nächstes Moi wird fix genauer aufs Wetter g’schaut.