🍿 DER FREMDE: Neuverfilmung des Romans L'ÉTRANGER von Albert Camus 🎞️

Kurzfristig eingeladen, aber volles Kino-Feeling garantiert, m.E. optimal für den Einstieg in 2026: Kombi aus unbequemer These und gleichzeitig positiver, lebensbejahender Lösung. Den philosophischen Roman von Camus bildlich darzustellen ist mit Sicherheit sehr anspruchsvoll, der Trailer wirkt aber zumindest imo vielversprechend..

 

DER FREMDE kommt und wir wollen ihn unbedingt treffen...

 

Warum:

Ein ästhetisch-poetischer Film über Freiheit, Gesellschaft und Entscheidungs-konomie, eine existentialistische Prise fürs Herz.

 

 

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=P6ujR9xoFL8

Filminfos: https://filmkunstkinos.de/filme/der-fremde-2025

Rezensionen: https://epd-film.de/filmkritiken/der-fremde (4 von 5)* https://kunstundfilm.de/2025/12/der-fremde, https://www.film-rezensionen.de/2025/12/der-fremde-letranger (8/10)

Gildepass-Info: https://filmkunstkinos.de/angebote/gildepass

 

FYI Albert Camus' Philosophie des Absurden: https://www.youtube.com/watch

 

"Absurdismus - wie man glücklich in einer Welt ohne Bedeutung lebt": https://www.youtube.com/watch

 

*Lange galt Camus' Roman als kaum verfilmbar, selbst Luchino Visconti hatte sich mit seinem Versuch 1967 daran verhoben. Die radikale Subjektivität des Romans, sein unerschütterlich ichbezogener Blick, lässt sich nur schwer in Bilder übersetzen, ohne zur bloßen Illustration zu verflachen. Ozon begegnet dieser Herausforderung mit formaler Strenge und dem Verzicht auf psychologische Deutung. Seine Schwarz-Weiß-Bilder sind sorgfältig komponiert, der Kontrast ist scharf, das Spiel mit Licht, Schatten und Körpern präzise kalkuliert. Die Kühle der Form entspricht zunächst der Lakonie Camus', wirkt aber mitunter wie ein ästhetischer Filter, der die existenzielle Zumutung der Vorlage in stilisierte Oberflächen überführt.

Im Algier der Dreißiger folgt die Kamera Meursault (Benjamin Voisin) durch einen gleichförmigen Alltag aus Arbeit, Meer und beiläufiger Sinnlichkeit. Die Beziehung zu Marie (Rebecca Marder) ist von körperlicher Nähe bestimmt, nicht von innerer Regung; Ozon betont die Materialität der Welt – Wasser, Sand, Haut – als einzigen Bereich, in dem Meursault so etwas wie Intensität zulässt. Gegenfigur ist der schmierige Raymond (Pierre Lottin), dessen Gewalt gegen seine algerische Freundin Meursault in eine Konfliktspirale zieht, die im tödlichen Schuss auf ihren Bruder kulminiert. Die Tat erscheint zugleich zufällig und unausweichlich, ein Moment, in dem die Leere im Inneren sich mit der strukturellen Gewalt des kolonialen Systems kurzschließt. Der anschließende Prozess verhandelt, wie schon im Roman, weniger das Verbrechen als die Normabweichung. Meursault wird zum Gegenstand einer bürgerlichen Moral, die sich vor allem dafür interessiert, dass der Angeklagte bei der Beerdigung der Mutter nicht weinte... TBC ...

Organisiert von
Summer aus Düsseldorf
"Summer" hat Interesse an Mitgliedern im Alter von 25 bis 64.
Fr. 02.01.2026 von 16:30 bis 18:30 Uhr
3 Teilnehmer

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