Es gibt Dinge im Leben, aus denen man lernt, wenn man sie einmal falsch gemacht hat: Auf eine heisse Herdplatte fassen, zum Beispiel. Und dann gibt es Käsefondue.
Jedes Mal, wenn ich vor einem leeren Caquelon sitze und kaum noch atmen kann, schwöre ich mir: "Das nächste Mal isst du weniger." Aber mein kulinarisches Gedächtnis ist offensichtlich löchrig wie ein Emmentaler. Kaum wird es draussen kalt, vergesse ich alle guten Vorsätze und denke, dass literweise geschmolzener Käse eine absolut grandiose Idee für ein Abendessen ist.
Weil man dieses glorreiche Scheitern an der eigenen Disziplin am besten in Gesellschaft zelebriert, lade ich zum Fondue-Abend in Klingnau ein.
Der Deal ist simpel: Ich opfere meine Wohnung, die danach tagelang nach Käserei riechen wird (ihr dürft fein raus in eure duftenden Heime zurückkehren), und wir rühren gemeinsam im Topf, bis das unvermeidliche "Uff, ich platze" einsetzt. Geteiltes Leid ist halbes Leid.
Wen ich suche: Mitstreiter im Kampf gegen den Käse. Idealerweise seid ihr wie ich irgendwo in der turbulenten Phase zwischen 40 und 60. Wir sind nicht mehr im grössten Kleinkind-Chaos, aber der Ruhestand ist auch noch nicht in Sicht. Ich freue mich einfach auf entspannte Leute in einer ähnlichen Lebensphase für gute Gespräche auf Augenhöhe – während wir gebannt auf den Topfboden starren, damit nichts anbrennt.
Kulinarisches Outing: Für die Hardware (Käse, Brot, Kartoffeln, Beilagen) sorge ich. Auch Bier und Antialkoholisches stehen bereit, um den Käseklumpen im Magen zu bekämpfen. Aber Achtung, jetzt kommt meine grosse Schwäche: Ich habe absolut keine Ahnung von Wein. Wirklich null. Wer also zum Fondue einen passenden Tropfen möchte, bringt ihn bitte selbst mit (sehr gerne auch zum Teilen)! Das können wir im Chat besprechen.
Die Eckdaten der Völlerei:
Wo: Bei mir in Klingnau (Adresse folgt bei Anmeldung)
Wann: Mittwoch, 18. Februar 2026, Eintreffen ab 18:30 Uhr (Rührstart kurz darauf) Kosten: Ein Kässeli für eine freiwillige Beteiligung steht bereit.
Für alle, die per Schiene kommen: Am Bahnhof Klingnau verlassen wir die Komfortzone des öffentlichen Verkehrs. Es folgen 20 Minuten Fussweg durch die wilde Natur. Keine Sorge, der Weg ist befestigt, aber das Konzept ‚Busverbindung‘ ist hier eher ein theoretisches Gerücht. Wer den Marsch überlebt, hat sich den restlichen Abend redlich verdient.
Mein fotografisches Versagen: Ich würde gerne meine Abende dokumentieren – Fotos vom Tisch, vom Essen, rein kulinarisch, ohne Gesichter. Leider habe ich eine bemerkenswerte Gabe, das jedes Mal zu vergessen. Wer also besser organisiert ist als ich (Messlatte liegt tief) und ein Foto macht: Ich wäre sehr dankbar für eine Kopie!